Beckfelds Briefe in der Martinskirche

Kleiner Kirchentagsblog von Propst Dr. Jürgen Cleve:

Für einen Neubottroper – wie mich – war der Abend mit »Beckfeld persönlich« erhellend; für einen Freund von Briefen und von Sprache – wie mich – ein grandioses Erlebnis. Wer nicht da war, hat etwas verpasst. Hermann Beckfeld, Chefredakteur 1955 in Bottrop geboren, schreibt Briefe an sehr verschiedenen Persönlichkeiten. Viele sind veröffentlicht in den Ruhr Nachrichten und in Büchern. Er las mit deutlichem Lokalbezug aber auch manchen unveröffentlichten Text – Anwesenden und ihren Angehörigen zugedachten. Sinngemäß in Erinnerung geblieben aus dem Brief an einen großen Clown: »Er zauberte sich mit seinen Tränen ein Lächeln ins Gesicht«.

 

11. Juni, Beginn 19.30 Uhr in der Martinskirche am Pferdemarkt, Eintritt frei

Am 11. Juni, Beginn 19.30 Uhr, wird Hermann Beckfeld in der Martinskirche am Pferdemarkt seine Briefe vorstellen, die der Journalist seit sieben Jahren Woche für Woche in den Ruhr Nachrichten und anderen Zeitungen veröffentlicht. Das Repertoire ist gewaltig: Mittlerweile hat er 370 Prominenten und Menschen, die Ungewöhnliches geleistet und erlebt haben, einen Brief gewidmet. 

Lesen, erzählen, diskutieren, Fragen beantworten – dem Bottroper sind besonders die Geschichten hinter der Geschichte wichtig. Warum war es beispielsweise Uli Hoeneß wert, nach dem Brief an seine Frau den Autor anzurufen? Wie reagierte Weltstar Armin Mueller-Stahl auf den Brief an ihn? Wieso meldete sich der Großvater von Manuel Neuer, nachdem Hermann Beckfeld dem Weltmeister geschrieben hatte.?  

 

In seinem aktuellen Buch "Ganz persönlich. Beckfelds Briefe, Band 3" finden sich 50 Briefe, u.a. an Hans Joachim Kulenkampff und Peter Frankenfeld, an Mutter Teresa und Marianne Rosenberg, aber auch an Bottroper Bürger.  

 

Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem 100jährigen Stadtjubiläum der Stadt Bottrop und des ökumenischen Kirchentages Bottroper Kirchen. So geht es Hermann Beckfeld an diesem Abend auch um Heimat sowie Werte wie Verantwortung, Mut und Vertrauen. Er wird von einem Pfarrer aus der Region erzählen, der sich in Lima im zweitgrößten Gefängnis der Welt engagiert. Musikalisch begleitet wird er von Benedikt Meuers, ebenfalls Bottroper und ehemaliger Essener Domsingknabe mit der Spezialausbildung für Trompete. Der Eintritt ist frei.